Wie ich auf die Krähe kam

Wie ich auf die Krähe kam

 

Vor etwa drei Jahren sah ich , wie in der Nähe des Hamburger
Stadtparks jemand in einem der Mülleimer herumwühlte, eines jener aufgehängten
Plastikmodelle, die oben nur über dieses kleine Einfüllloch verfügen – daher
findet man oft auch mehr Abfall neben, als in dem Objekt –

…….nun er, der Wühler sah dass ich interessiert auf ihn
schaute.“ Ich mache nicht, was du denkst, “sagte er, wie um sich zu
entschuldigen. „ich mache nur das Loch frei ,für ihn dort !“ Er wies auf eine
Krähe, die etwa 30 Meter entfernt saß und ihn tatsächlich beobachtete. Als wir
uns entfernten, flog der Vogel zielgerecht auf den Abfalleimer und begann nun
seinerseits darin herumzuwühlen….. Ich war Zeuge einer absolut bewussten
Handlung geworden!

Ich hatte schon immer ein starkes Interesse an Raben und
Krähen und stehe wohl auch nicht allein damit.

Ich war 12 Jahre Waldarbeiter und habe immer gerne die Vögel
gefüttert und Rotkehlchen etwa, die sehr neugierig sind, werden schnell
zutraulich. Die Meisen wussten auch bald wann ich kam. Sogar eine Ratte und
eine Feldmaus wechselten sich, natürlich zu verschiedenen Zeiten ab. Schwäne
brauchen nur einen Tag, bis sie bei mir Handzahm werden. Hunde mutieren unter
meiner Gegenwart zu Zirkustieren….ich habe glatt mal einen ausgebildeten
Polizeihund versaut ( er machte zum Gaudi von Demonstranten nur noch Faxen),
den mir ein Nachbar zur Obhut ließ, weil niemand sonst an das Tier
herankam.  Tiere spüren, wenn man ihnen
Respekt entgegen bringt. Mein langgehegter Wunsch aber war es einen Raben oder
eine Krähe zu zähmen……was kam war viel interessanter.

Aus heutiger Sicht weiß ich das Krähen wohl die scheuesten
aller Vögel sind und ein Herankommen an sie eben nur über ihre Intellegens
möglich ist.

Ich musste zuerst einmal ihre Aufmerksamkeit gezielt auf
mich lenken und ihnen dann signalisieren, dass ich Kontakt wollte.

Heute lassen mich etwa 100 Krähen bis auf fünf Meter
heran….. versuchen sie sich einmal einer Krähe zu nähern.

Viele lassen meine Kamera bis zu 20 cm an sich heran. … 10
fressen mir aus der Hand und sieben von Ihnen habe ich einen Namen gegeben ,
weil sie mir Einblicke in Ihre Wesensart ermöglichen. Wie lange braucht man
dafür, bei absolut wilden Vögeln? ……fast 3Jahre bei jeden Tag bis zu zwei
Stunden. Heute würde ich keine gezähmte Krähe mehr haben wollen. Es ist wie der
Unterschied von Wolf und Hund. Es ist nicht das Fressen aus der Hand…. Es ist
ihr Verhalten miteinander, das mich fasziniert…….  Es gibt Zivilisationen neben der des
Menschen!!!!!!

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Über stadtkraehen25

Bin Philosoph von eigenen Gnaden.... sehe das Universum wie Arthur Schopenhauer ( Die Welt als Wille und Vorstellung)....die sicher materieller ist als eine aus Lehm geformte wie es von der Kanzel herunter propagiert wird!
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36 Antworten zu Wie ich auf die Krähe kam

  1. Wolfgang schreibt:

    Tolle Seite! Ich habe mir einige Zeilen kopiert und sie auf meiner Krähenseite
    http://www.w-schlegel.de/Kraehe/Kraehe.html
    mit einem entsprechendem Hinweis (Link auf diese Seite) wiedergegeben.
    Seit über 3 Jahren lebt eine geh- und flugbehinderte Krähe bei mir in der Wohnung. Sie war aus dem Nest gefallen, mein Hund hatte sie gefunden, der Tierarzt wollte sie töten. Beide Beine waren gebrochen. Ihre Eltern kenne ich seit 5 Jahren. Sie bekommen jeden Tag eine Erdnuß. Im Juni war ich 10 Tage bei den Lummen und Baßtölpeln auf Helgoland. Die Betreuung von Hund und Krähe übernahm der Sohn. Er rief schon am nächsten Tag an und erzählte, daß er beim Gassigehen mit dem Hund immer von 2 Krähen verfolgt wird, und was er da machen soll!
    Wirf ihnen eine Erdnuß hin. Sie kennen den Hund, der sich ihnen ohne Leine bis etwa 5 m nähern kann.

    • stadtkraehen25 schreibt:

      Hallo Wolfgang
      Vielen Dank für den Brief.
      Habe mir Deine Seite angeschaut und bin sehr angetan……. besonders die Bilder der Jungkrähe werfen Erinnerungen an Max auf, der genau so ein vefilztes Bündel gewesen ist. Es zeigt sich doch immer wieder wie gefährdet doch gerade Jungkrähen durch die Auswirkungen unserer Zivilisation sind. Auch ich habe in meinem “ Kreise “ einige Krähen, die dauerhafte Verletzungen mit sich tragen. So etwa nenne ich eine Krähe, die ich schon seit drei Jahren kenne “ Kralle“, deren Klaue durch eine Sehnenverletzung sich nicht mehr öffnen läßt. Aber Krähe währe nicht Krähe wenn sie sich nicht auch mit dieser Behinderung durchschlagen könnte. Und bei Dir auch die Erkenntnis………Krähen lieben Erdnüsse.! ….. und sie können gut mit Hunden!
      Gruß Siggi

      • Bianca Serban schreibt:

        Hallo, schön das Sie sich für Krähen interessieren, dann bitte beachten Sie auch was sie füttern. Leute finden es so toll das diese armen Tiere ihre Nahrung aus dem Müll beziehen. Schlechte Ernährung, schlechtes Gefieder, schlechte Brut. Tun sie ihnen was gutes, Hähnchenherzen, , Hänchenleber, Heimchen. Weitere Infos erhalten Sie gerne auf der wildvogelhilfe bei Facebook. Wir sind über 2000 Mitglieder in ganz Deutschland, Tierärzte und viele sehr gute Profis. Danke

  2. Dietmar Scheffer schreibt:

    Intelligenz schreibt man mit z

    • stadtkraehen25 schreibt:

      Ich glaube ich habe dieses schöne Wort 100 mal verwendet und nur 1x richtig geschrieben….. um Deiner Pedanterie noch ein wenig Nahrung zu geben, habe ich mir wenn kein X vor einem U so doch ein I statt eines E`s geliefert…. etwa so: -Intellegens- Ich kann nur hoffen dich trifft nicht der( Z)lag beim korigieren meiner Texte!……….. Ganz im Bewustsein meiner Unzulänglichkeit habe ich mich an die so von mir bewunderten….klugen…. Vögel gehängt. Wenn ich mir denn Mühe gäbe, könnte ich wohl auch etwas mehr recht …als schlecht schreiben, aber mein Ehrgeiz reicht gar nur für Prol(eten)@web obschon mein Traum immer gewesen ist einmal Prof. zu werden……. Um mal`ein wenig Werbung zu machen: Ich habe eine Seite auf YouTube -Falltraumprofi- ( mit großem Fffffff und kleinem i) …….Hier gäbe es etwa 300 Leserbriefe Korrekturzulesen! ……… Warum mir das Ganze so sauer aufstößt ?!!!!!!!! Ich bin nach der 8`ten Klasse von der Schule geflogen, weil so manchen PROF`s meine Rechtschreibung als unzulänglich erschien und sie damit der Gesellschaft ein Poten(z)ial entzogen, das vielleicht auch mit kleinen Fehlern Selbiger hätte dienlich sein können! ( Vor über vierzig Jahren war das so….. aber es kommt wohl alles wieder) Übrigends schreibe ich für mein Leben gerne und werde die Würze meines Geschriebenen nicht durch verkrampfte Rechtschreibpedanterie neutralisieren!!!! Mein Lieblingsbuchstabe ist tatsächlich das -ß- ( Sz)… das kann man drehen und wenden, wie man will. Aber das geht ja bald in Verbannung, wie unser Kaiser auch(ei,ei)………… nutze doch lieber deine Energie um eine derartige Kastration unserer Schrift abzuwehren!!!!!!

      • Meta schreibt:

        Lass (…ß) dich nicht unterkriegen! 😉

        Und lass dir von einer bekennenden Rechtschreibfanatikerin (leider mit neuer Rechtschreibung aufgewachsen) sagen, dass deine Texte und dein Schreibstil sehr angenehm zu lesen sind, kleinere Rechtschreibfehler hin oder her.

        Grüße!

  3. bb schreibt:

    Hey… das ist sehr schön geschrieben und ich vermute fast, zwei von denen kenne ich. Sie hätten es nicht weit. Ich wohne in Dulsberg und habe seit einem Jahr auf dem Erker vor dem Küchenfenster 2 paar Frühstückgäste von denen eines wohl auch in unmittelbarer Nachbarschaft leben. Inzwischen ist es schon so weit, dass sie sich ans offene Fester stellen und in die Küche krähen, ist keine erwartete Erdnuss da… Fragt man sich „Wer dressiert hier eigentlich wen?“. 1 Meter ist die kürzeste Entfernung die sie zulassen, die Kamera mögen sie nicht und erschrecken, wenn sie sie sehen..

    lg
    bb

  4. Pinguin schreibt:

    Hallo Siggi,
    dies ist eine sehr schöne Seite! Ich habe auch viele Deiner Videos auf YouTube gesehen — mit viel Freude und Spaß an den Schwarzgefiederten!I!
    Ich freuen mich über jede Seite im Internet und jeden Bericht, der die Krähen aus der Ecke der Esoterik, Magie, Todesboten etc. herausnimmt und diese wunderbaren Tiere so darstellt, wie sie sind.
    Ich hätte nicht minder Lust, an alle Fernsehanstalten einen „Aufruf gegen den Rufmord an Krähen und Raben“ zu senden: Wie oft wird z.B. bei Krimis ein Krähenruf eingeblendet, wenn irgendetwas Negatives geschieht oder geschehen wird…
    Darum Dir einen besonderen Dank für Deine Einsatz für die fliegenden Intelligenzbolzen 🙂
    Gruß
    Pinguin

    • stadtkraehen25 schreibt:

      Hallo Pinguin,
      vielen Dank für deinen Zuspruch!
      Es ist leider so, daß in Hamburg immer wieder politische Köpfe, die sich zudem auch noch christlich nennen, darüber nachdenken, die Jagt auf Krähen freizugeben. Der Anlass sind Angriffe??… von Krähen auf Passanten,etwa im Stadtpark.Diese- lebensgefährlichen – Attacken lassen sich auf Jahrzehnte gesehen an einer Hand abzählen! Leider ist einem Großteil der Leute alles suspekt, was nicht an der Leine geführt wird oder nicht auf -sitz & platz- reagiert. Was ich täglich zu zu hören bekomme ist: “ Füttern sie die Viehcher etwa, die greifen Kinder an. An Stelle von Konrad Lorenz( den wohl eh keiner von ihnen gelesen hat ) zitieren diese selbsternannten Fachleute Alfred Hitchcock herbei und nehmen“ die Vögel“als bare Münze!…… und die Verschmutzung durch Krähen??? …. Ich habe mal`ein wenig hochgerechnet!!! Nach meiner Schätzung haben wir etwa 150 Krähen im Stadtpark ( recht hoch angesetzt ). Eine Krähe wiegt etwa 800 Gramm. Etwa 200 Hunde ( tief angesetzt) zerren täglich ihre Besitzer über das Areal. Obwohl die Tendenz heute eher zu großen Hunden geht, setze ich einmal nur 20Kg für den Hund an….. Man muß kein Einstein sein, um Hundekot und Krähenguarno in die richtige Relation zu bringen!….. Niemand bläst zur Jagt auf Hunde!!!!!

  5. Pinguin schreibt:

    Moin Siggi,

    Nachtrag „Weisheit“ über Krähen: Eine Bekannte erzählte mir, Krähen würden Lämmer reißen. Oder auch so eine Mär: Krähen dezimieren den Singvogelbestand in den Städten.
    Zu ersterem: Vor drei Jahren machte es im Sommer an meinem Fenster plötzlich „Klank!“ und wer sitzt da? Eine Rabenkrähe und sieht sich neugierig im Zimmer um. Meine erste Reaktion: „Au, Schei…der Fensterrahmen zerkratzt!!!“ (zu dem Zeitpunkt war ich schon Krähennaar). Einige Momente später zog sie wieder ab. Ich sah mir den Fensterrahmen an: NICHTS! absolut gar nichts!
    Ich besorgte mir eine (leider nicht so tolle) WebCam und klemmte sie ans Fenster. Nach einer Weile tauchte die Krähe wieder auf und ich bekam sie ins Bild. Mit diesen Krallen (wohl eher „Fingernägeln“) soll eine Krähe /Lämmer reißen/ ??? Die bleibt schon in der Wolle damit hängen!!! Die Wahrheit über das „Reißen von Lämmern“ bleibt leider wie so oft auch in der Wolle hängen…
    Zu zweiterem: Der Singvogelbestand ist in Städten bis um den Faktor zwanzig gegenüber dem der freien Natur — sofern diese überhaupt noch existiert — überhöht.
    Wenn also Krähen mal ein Nest räubern…bringen sie den Bestand wieder auf Normalniveau?
    Angriffe von Krähen auf Menschen: In solchen Berichten wird NIE erzählt, warum dieser Angriff stattfand…
    Ich bin selbst einmal bei einem Scheinangriffe von einem Krähenpaar angeflogen worden. Weil ich mir sicher war, nichts bewußt gegen dieses Paar getan zu haben, habe ich nach einer Antwort suchend herumtelefoniert und bin schließlich durch eine Auskunft eines eremitierten Professors in die richtige Richtung gelenkt worden: Krähen führen ihre Jungen (und Mädels 😉 recht früh herum. Dabei hält sich das Junge versteckt und die Eltern erkunden die Umgebung. Kommt man nun unbeabsichtigt — weil übersehen — dem Jungen zu nahe, gibt es — meiner Meinung zu Recht — quasi Prügel von den Eltern.
    Entsprechende Berichte auf das menschliche Verhalten übertragen:
    „WIEDER BRUTALE ANGRIFFE VON MÜTTERN AUF AHNUNGSLOSE PASSANTEN!!!“
    …weil da jemand schonungslos in den Kinderwagen gegriffen hat. Das steht dann aber
    nicht in dem Bericht….
    Jagd auf Krähen wegen „Überbevölkerung“:
    Geht etwa jemand auf das Oktoberfest und schießt ein paar dreijährige Kinder (Intelligenzniveau der Kinder ungefähr auf dem Niveau einer Krähe)…weil…es gibt soviele Menschen auf dem Fest?
    Ich versteh‘ das alles nicht recht…
    In diesem Sinne!
    Grüß mir Deine Krähen von mir ! 😉
    Gruß
    Pinguin

  6. Monica Hermann schreibt:

    Hallo zäme,
    habe am Montag, als ich mit den Hunden unterwegs war, eine Krähe die ich inzw. Raimen nenne am Strassenrand gefunden. Meine Hunde zogen mich zu ihm, sie flog nicht weg, also nahm ich sie auf die Hand und nahm sie mit nach Hause. Sie macht keinen Anschein, dass es ihr unwohl sei und versuchte auch nicht weg zu fliegen. Raimen hatte kalt und ich fühlte keinen Puls, also setzte ich ihn zuhause in die Hundebox und fütterte ihn und lies ihn darin über Nacht. Am Morgen begrüsste ich Raimen: Hallo Raimen wie gehts? Dann verrichtete ich meine Arbeiten, ging mit den Hunden wieder spazieren, als ich nachhause kam klopfte er mit dem Schnabel ans Gitter, so als wollte er sagen: Hey lass mich raus, also öffnete ich die Box und ging ins Haus. Nach einer Weile hüpfte er heraus und lief in den Garten. Er kräkzte, rief er wohl seinen Kollegen? Dann hüpfte er auf unsern Hag und ab auf den Baum. Es ging nicht lange kamen Kollegen und begrüssten ihn. Nach einer Weile flogen sie wieder weg. Am abend sass er wieder am Boden und ich konnte ihn wieder in die Box setzen, wo er wieder die Nacht verbrachte. Heute Morgen lies ich ihn wieder frei, aber diesmal konnte er schon besser fliegen, er flog zur benachbarten Eiche und schon bald kamen wieder seine Kollegen. So sass er eine Weile dort und die andern flogen wieder fort. Jetzt flog er ihnen hinterher. Ich staunte, und glaubte ihn nie wieder zu sehen. Hab den trolligen Kerl schon vermisst, als am Nachmittag plötzlich jemand an mein Fenster flog. Ich traute meinen Augen nicht, er flog noch einwenig in den Garten bis er plötzlich zurück kam und sich bei der Box auf den Boden setzte. Von dort hob ich auf und setzte ihn wieder in die Box wo er wohl wieder seine Nacht verbringen wird. Er war ganz kalt und ich merkte, dass er es schätzte, wieder ins sichere Heim zu kommen. Bin gespannt was morgen passiert, wird er mich verlassen oder kommt er wohl wieder zurück?
    Kann ihn streicheln, bin so überrascht, dass er sich vor mir nicht fürchtet. Ja, bin auch der Meinung Krähen sind intelligent, er weiss schon ganz genau, dass ich ihn beschützen will, weil er irgendwie verletzt ist.
    Wenn ihr auch so lustige Geschichten habt, schreibt mir würde mich freuen Mona

  7. Hanne Weiß schreibt:

    Hallo, Siggi,

    zuerst mal vielen Dank für diese wunderbaren Fotos und Videos. Ich warte immer gespannt auf neue!

    Tierforscher sind ja inzwischen auch auf den Trichter gekommen, dass Rabenvögel schlau sind.
    Ich las irgendwo, dass es zur Intelligenz (von Mensch und Tier) zwei Thesen gibt, und dazu interessiert mich ganz besonders Deine Meinung.

    Also, welche meinen, dass es nur eine Art der Intelligenz gibt, also die, die wir Menschen haben. Daran seien Tiere zu messen.
    Können Tiere nicht soweit zählen wie Menschen oder erkennen sich nicht im Spiegel, sind sie eben weniger intelligent als Menschen.

    Andere sagen, dass man das gar nicht vergleichen kann. Wenn z.B. ein Eichelhäher zigtausende Verstecke kennt und wiederfindet, hat der eben ein besseres Gedächtnis als Menschen und ist in diesem Punkt intelligenter als Menschen. Ein Henry Ward Beecher schrieb im 18. Jhd. gar, „wenn Menschen Flügel hätten und scharze Federn trügen, wären wenige von ihnen schlau genug, um Krähen zu sein“.

    Ist Dir was aufgefallen, wo Du sagen würdest, dass Krähen in dem Punkt einfach mehr drauf haben als Menschen?

    Danke für schon mal für Deine Antwort und Anregungen. Weiter so und viele Grüße
    Hanne

  8. lennik2013 schreibt:

    hey siggy!!! habe mich hier extra deinetwegen angemeldet, bzw… wegen unserem süßen rabauken! deine beiträge/ viedeos haben uns sehr amüsiert! es wird dich bestimmt interessieren
    daß wir hier eine wirklich geliebte und fröhliche krähe aufziehen.
    sie treibt nuuuur schabernack und braucht rund um die uhr beschäftigung.
    ein richtig verschmuster wonneproppen, kaum zu glauben!
    wirklich überwältigend, wie dankbar diese tiere sein können. er folgt auf schritt und tritt und
    will seit neuesten auch noch mit in die badewanne!!!!!!
    bauen grad den garten für sie um… 😉

    würde mich freuen, wenn du uns noch tips geben könntest bei der haltung,
    z.b. bei vorlschläge für ihren nahrungsplan oder spieletips!.
    sind über jede anregung dankbar!
    und der kleine racker bestimmt auch!!! (er kugelt sich gerade auf dem
    bett herum, der kleine süße scheißer…)

    liebe grüße aus berlin von der lenni!

    • stadtkraehen25 schreibt:

      Hallo lennik
      Ich habe selbst eine Krähe aufgezogen ( zu sehen unter Max…. auf meiner YouTube – Seite ) Der Kleine fuhr zusammen mit mir Fahrrad, ist auch zu sehen! Krähen sind Allesfresser und relativ anspruchslos in der Nahrung, wobei man schon darauf achten sollte ihnen kein Weißbrot oder ähnliche wertlose Nahrung zu geben. Fliegen ( dicke Brummer ) Hackfleisch oder auch Erdnüsse werden nicht verschmäht. Bei Erdnüssen ist der Vorteil gegeben, daß sie den Vogel zugleich beschäftigen. Von Regenwürmern war der kleine Max allerdings nicht sehr begeistert! ……. Wichtig ist, immer Obacht auf den Vogel, der ja nichts als Unsinn anstellt und keine Angst mehr kennt! ( Max wurde in einer verkehrsberuhigten Zohne von einer Autofahrerin platt gemacht, die locker über 50 fuhr und alle mit dem Schild – Baby an Bord – auf ihre rücksichtsvolle Art autozufahren aufmerksam machte! Leider ist es keine Seltenheit, daß junge Krähen so enden!Ihr werdet selbst schon festgestellt haben, wie emotional eine Bindung zu einer Krähe werden kann…. also Obacht. Ich mußte Max zwei mal aus dem Wasser eines Sees fischen und zweimal aus den Fängen eines Habichts befreien, der uns bei unseren Flugübungen beobachtet hatte. Ein Tip…. der Vogel ist bedingt Stubenrein zu bekommen. Ich habe Max über das Spühlbecken gehalten, und gesagt mach mal Pup…… der Erfolg ist im Internet zu sehen. Später machte er schon dicke Backen, wenn wir nur in die Nähe des Beckens kamen.Danach kann man dann den Vogel bedenkenlos eine viertel Stunde durch die Wohnung watscheln lassen! Krähen sind sehr reinlich und baden gerne…. vielleicht eine kleine Schüssel hinstellen. Sie nutzen auch gerne einmal Ameisen zur Körperpflege ( gibt einen Film von mir im Internet)!
      Gruß Siggi

      • lennik2013 schreibt:

        ja, danke! habe das mit dem ameisenbad gesehen, haben gelacht und gestaunt!!!
        gebe dir vollstes recht… er macht gerne chaos und baden gehen darf ich schon gar nicht mehr alleine! 😉 halte ihn NICHT als käfigtier, also haben wir den haushalt darauf eingerichtet! er bringt einen den ganzen tag zum lachen, der kleine wicht!!!
        genau: regenwürmer schmecken nicht so gut wie hühnerherzen! LACH!!!
        liebe grüße!

  9. Andreas schreibt:

    Hallo Siggi,
    bin gerade das erste mal nach diesem Thema am googlen und übe deine Seite gestolpert. Es macht Spaß deine Texte zu lesen, dein Stil gefällt mir sehr 😉
    Auf dem Parkplatz unserer Firma läuft regelmäßig eine Krähe herum und sucht neugierig den Boden ab. Ich mag diese Tiere und habe auch schon versucht, vom Fenster aus eine Kommunikation mit ihr aufzubauen. Natürlich vergeblich. Sobald sie mich wahrnimmt, verschwindet sie. Nun habe ich hier gelesen, dass Krähen Erdnüsse mögen. Was meinst du, wie stehen die Chancen, sie damit zutraulich zu machen?
    Viele Grüße, Andreas

    • anna schreibt:

      Ich bin hier zwar nur Zaungast aber da hätte ich ne Antwort:
      Ja. Mögen sie. Die mit Schale. Tut ihnen besonders im Winter auch gut.. Steck dir ein paar davon in die Tasche und du wirst nicht schlecht staunen, wie viele sie in Schnabel abtransportieren konnen! So wirsklich zutraulich werden sie nur begrenzt. Naturgegebenes Misstrauen lässt sie kluge Distanz wahren. Das ist auch gut so, denn schließlich gibt es leider immer wieder Leute, die sie fagen wollen weil sie glauben, ein feines Haustier mit ihnen haben zu können..
      Ich habe auf meinem Fenstersim ingesamt vier Krähen, die regelmäßig kommen um sich Nüße abzuholen. Wie es schein, wohne ich auf der Reviergrenze der Turm- und der Spielplatzkrähen und so bekommen ich gelegentliche Luftkämpfe geboten. Obwohl sie bereits auf Zuruf ans Fenster kommen, ist mir es mir nie gelungen, ihnen näher als 50cm zu kommen. Aber ich gleube, dass eine von ihnen bereits vor unserer Bekanntschaft Kontakt zu Menschen hatte.anna

  10. Christian schreibt:

    Moin!

    Erstmal ein großes Lob an dich für die Veröffentlichung deiner Erfahrungen.
    Ich habe nähmlich mal ein paar Fragen an dich zum Verhalten der Vögel.
    In meinem Fall geht es zwar um Dohlen, aber da diese zur Familie der Rabenvögel gehören kannst Du mir vieleicht weiterhelfen.

    Seit ca.einem halben Jahr habe ich alle Vorlesungen meines Studiums (Landschafts & Freiraumentwicklung) hinter mich gebracht. Zur Zeit besteht mein Tagesablauf daraus meine Abschlussarbeit zu schreiben. Bevor ich damit beginne, gehe ich fast jeden Morgen an die Elbe, schaue auf’s Wasser und tanke Kraft für den Tag.
    Dabei bleibe ich jedoch nicht unbemerkt. Seit ca. einem viertel Jahr gesellt sich eine kleine Schar Dohlen zu mir.
    Anfänglich hatte sich immer ein Pärchen neben mich gesellt und mich beobachtet. Seitdem ich immer ein wenig Studentenfutter mitbringe sitze ich in einer Runde von ca. 15 Dohlen.
    Seit einem Monat ist auch eine Nebel- und eine Rabenkrähe dazugekommen, erstere ist jedoch sehr mistrauisch.

    Jetzt zu den Fragen:
    Nachdem die Dohlen das Futter aufgenommen haben, kommt es oft vor das sie es „präsentieren“ (hauptsächlich bei Cashewkernen).
    Sie fressen es nicht sofort, sondern halten es ca. 2 Minuten im Schnabel, machen dabei „Kjak,kjak“ und drehen den Kopf in verschiedene Richtungen.
    Was kann das bedeuten? (Gilt dies mir oder Artgenossen)
    Wenn ich Rossinen hinlege, werden diese aufgehoben und in meine Richtung wieder fallen gelassen.
    Heute kam das erste Mal eine Dohle vorbei die ein Stück Wallnuss mitbrachte.
    Sie schaute mich eine Weile an (mit Nuss im Schnabel) und flog nach 2min wieder fort.
    Kann es sein das die Vögel mit mir kommunizieren wollen?
    Vieleicht hast Du ja das geliche Verhalten auch schon erlebt, bzw. weist wie es zu deuten ist.
    Über ein paar aufklärende Worte von dir würde ich mich sehr freuen.

    • stadtkraehen25 schreibt:

      Hallo Christian,
      leider bin ich erst heute auf Deinen Brief gestoßen! Obwohl ich mich schon lange mit Rabenvögeln(vornehmlich Krähen) beschäftige, sehe ich mich nicht als „Krähenflüßterer“…. aber einige Erfahrung habe ich doch schon. Ich glaube nicht, daß sich die Sprache der Raben standatisieren läßt, jedenfalls nicht für den Menschen…. allerding gibt es Möglichkeiten der Kommunikation, die aber von Induvidium zu Induvidium verschieden sein mag. Krähen vermögen es sehr gut, sich über ihre Körpersprache kund zu tun. Ich denke dabei an das Verhalten mit den Rosienen. Ähnlich verhält sich mein Freund Gourmet, der als Allesfresser doch sehr wählerisch ist, wenn er denn die Wahl hat. Manchmal gebe ich ihm absichtlich etwas, von dem ich weiß, daß er es nicht mag. Er hebt es auf,(aus der offenen Hand) schaut mich dann an, öffnet den Schnabel und läßt das Futter demonstrativ fallen. Oder er dreht gleich unwillig den Kopf weg, wenn ich ihm das Futter an den Schnabel drücke.Meine Erfahrung ist die, daß wenn man sich gezielt über längere Zeit mit einer Gruppe dieser Vögel beschäftig, man selbst der beste Interprät der – Sprache – dieser Tiere wird…. Ich möchte Dir zudem nahelegen, auf Youtube meine Filme anzusehen. Unter dem Namen „Falltraumprofi“ kommt man auf meine Seite. Die Filme sind in hochauflösender Qualität und beinhalten Nahaufnahmen wie sie sonst kaum zu sehen sind, da ich mich frei unter den Krähen bewegen kann. Und wer mir meine etwas undeutlche Sprache nachsieht kann hier als interessierter eine Menge lernen.
      Gruß aus Hamburg, Siggi

  11. Britta Ryan schreibt:

    Hallo,
    seit drei Jahren füttere ich Krähen…wenn ich mein Haus verlasse, rufen sie schon.Sie begleiten mich bei Spaziergängen und setzen sich dann auch vor meine Füße, Fliegen im Tiefflug dicht vor mir her oder fliegen von Laterne zu Laterne über mir.Ich bin total begeistert und hatte immer Erdnüsse für sie dabei.
    Gestern aber blieb es nicht beim Tiefflug…eine schoss auf mich zu und ich hatte ihre Kralle im Haar…als ich später wieder dort lang ging, startete sie von hinten einen Anflug etwa einen Zentimeter über meinen Kopf…Kann mir jemand erklären, was das soll?War nicht in der Nähe von ihren Jungen oder war bedrohlich .
    Ich liebe diese schwarzen Schönheiten auch…aber das ist schon unheimlich…

    • stadtkraehen25 schreibt:

      Zum Anmfang eine Information : Ich habe meine Arbeit mit Krähen auf YouTube in Vielen Filmen dokumentiert ( Anklicken unter Falltraumprofi ) Hier schneide ich die von Dir angesprochenen Situationen an. Tatsächlich reagieren Krähen bei vermeintlicher Gefahr Vehement. Da sie Dich sehr gut kennen, ist ein direkter Angriff eher unwahrscheinlich. Ich habe schon, unter Aufsicht der Eltern Jungkrähen berührt, wobei sie immer protestierten wenn ich es zu arg trieb… aber eben nur Verbal. Möglich wäre also nur ein Warnangriff nach der Manier – bis hierher und nicht weiter – Was ich eher für Möglich halte ist, daß es sich um jüngere oder weniger dominante Tiere aus einer Junggesellengruppe handelt, die immer wieder gerne zu Schabernak bereit sind. So gibt es immer wieder Krähen, die mir auf den Rücken springen um Aufmerksamkeit zu erregen!Ich habe hier eine Liste meiner Filme die das Thema anschneiden: Siggis Krähenzirkus
      warum ich Krähen Füttere
      Interaktion mit dem Prinzen
      Krähen und Bussarde
      Krähen wollen beschäftigt werden
      mit Grüßen aus Hamburg Siggi

      • Britta Ryan schreibt:

        Hallo Siggi,
        vielen Dank für deine Antwort, hat mich doch sehr beruhigt.
        Deine Filme sind ganz wunderbar und ich freue mich zu sehen, dass ich nicht alleine mit meiner Faszination für diese Tiere da stehe.Bei mir sind es zwei feste Pärchen, mit genauer Revierabgrenzung von Bordstein zu Bordstein.Tupperware ist für sie auch kein Problem…hatte mal ner Nachbarin einen Erdbeerkuchen vor die Tür gelegt…
        Mach weiter so!
        Britta

    • Silvia Lang schreibt:

      Hallo Herr Mahnke,
      ich bräuchte dringend Ihren Rat wegen Fütterung der Krähen, die ich von heute auf morgen unterlassen musste. Könnten Sie sich bitte ganz dringend bei mir melden. Vielleicht kann ich das Problem mit Ihnen zusammen lösen.
      Vielen Dank im voraus
      S.L.

  12. Gudrun Altrogge schreibt:

    Hallo Herr Mahnke,
    ich bin Redakteurin bei Spiegel TV und mache gerade einen Film über Krähen. Könnten Sie sich bitte dringend bei mir melden?
    Vielen Dank!
    G. Altrogge

  13. Erika schreibt:

    Schade, dass Gourmet gestorben ist. Er war so ein schöner Vogel. .Um seine Queen ist es natürlich auch schade. Und Auge, der erste Partner von Telefon! Der war doch noch gar nicht so alt und sehr intelligent.Woran sie wohl gestorben sind? Als Krähe lebt man offenbar doch gefährlich; Selbst als erwachsener, kluger Vogel..

    • stadtkraehen25 schreibt:

      Als wilde Tiere sind Krähen halt genau so den Gefahren ausgesetzt wie andere Wildtiere auch. So gibt es bei uns am und in der Nähe des Stadtparks auch mehrere Habichthorste. An vielen Stellen wird zudem noch Rattengift ausgelegt…. mit Warnung selbstverständlich( für die Krähe allerdings nutzlos). Möglicherweise spielt auch das Wechseln von Revierstandorten eine Rolle. Erstaunlicherweise finde ich selbst nur wenige tote oder gerissene tote Krähen im Stadtpark. Es ist ja auch nicht so daß mir alle meine Freunde verloren gehen. Pünktchen etwa kommt nun schon seit sechs Jahren, dann ist da noch DeGaule und Schnabel, Telefon und Neander( alle in meinen Filmen zu sehen), Socke und Lotte, die beide auf dei Hand springen und viele andere!

      • Britta Ryan schreibt:

        Wie schade um die schönen Tiere!Wir werden die Fotos und Berichte über sie sehr vermissen!
        Kopf hoch,Siggi!
        Liebe Grüße
        Britta

      • Susanne schreibt:

        Hallo Siggi,mit riesiger Freude habe ich deine Seite gefunden und ich bin total begeistert,sowas wie dich hier im Internet gefunden zu haben 🙂
        Ich empfinde eine sehr große Liebe zu Krähen und bin immer wieder froh gleichgesinnte zu treffen.
        Meine Liebe begann vor 14 Jahren,da kam Theo in mein Leben,Theo ist eine Rabenkrähe.
        Ich habe ihn Theo genannt,warum auch immer 🙂
        Vor 14 Jahren haben wir ein großes Seegelände gekauft auf dem wir ein Freizeitunternehmen aufgebaut haben.
        Ich habe Theo das erste mal entdeckt,als wir unser Rohbau hochgezogen haben.
        Da ich kurz zuvor ein Bericht über Raben/Krähen im TV sah und von ihrer Intelilgenz beeindruckt war,dachte ich mir,ich teste seine Intelligenz mal aus.
        Habe mir vorgenommen ihn zu zähmen mit seinen Namen Theo zu locken und zu füttern und siehe da in kürzester Zeit waren Theo und ich dicke Freunde.
        Er kam,wenn ich Theo rief und war irgendwie immer in meiner Nähe.
        Das ganze steigerte sich im Lauf der Jahre.Theo gehörte inzwischen fest zur Familie und zu unseren Unternehmen,meine Biergartengäste kamen zum Teil nur wegen Theo 🙂
        Ich rief ihn,er kam,er frass mir inzwischen aus der Hand und saß immer an einen Balkenvorsprung mitten in meinen Biergarten,so,dass jeder ihn sah.Die meisten meiner Gäste fanden Theo einfach nur super.
        Es ging so weit,dass er die Taschen meiner Badegäste nach Essen durchsuchte und zum Teil fündig wurde und die Sachen dann klaute,aber kaum einer konnte ihm böse sein,es war einfach zu lustig,wie er sich an die Taschen verging und zum Teil dabei in große Taschen verschwunden war 🙂
        Meine Angestellten,meine Gäste,alle lieben Theo.
        Nach ca.2 Jahren brachte er dann ein Weibchen mit zu mir und sie wohnten von da an,in einem großen Baum direkt neben meinen Biergarten.Das Weibchen allerdings,wurde nie so zutraulich wie Theo,aber sie hatten jedes Jahr Junge,die sie alle mit zu mir brachten.
        Theo war so unglaublich schlau,dass es manchmal nicht zu fassen war. ich könnte hier hunderte von Geschichten schreiben,die mir keiner glauben würde,wenn man sie nicht selbst gesehen hätte.
        Wenn ich mit meinen Auto auf mein Gelände kam,war Theo sofort da und hat sich auf mein Dach gesetzt,wenn wir im freien gefrühstückt haben,hat er mit uns am Tisch gesessen,wenn wir Bauarbeiten tätigten,war er mitten drin.
        Ich liebe ihn so sehrt!!!
        Er blieb in den ganzen Jahren mit seinen Weibchen zusammen und jeden Abend um die selbe Zeit saßen beide auf ihren Stammplatz und haben geschnäbelt und sich gegenseitig gekrault.
        Ich dachte mir so oft,da können sich manche Menschen eine Scheibe von abschneiden.
        Sie blieben immer in ihren Revier und haben es oft gegen Eindringlinge verteidigen müssen.
        Ich könnte noch stundenlang aufschreiben,was ich alles in den 14 Jahren über Krähen gelernt habe,aber das würde den Rahmen sprengen.
        Ich bin absoluter Krähen-Fan und lasse nichts auf diese aussergewöhnlichen,hochintelligenten Tiere kommen.
        Dieses große Glück,einer Krähe ein zuhause zu geben,wobei sie trotzdem ihre absolute Freiheit behält,das ist unbeschreiblich.
        Lieber Siggi,seit 14 Tagen geht es mir so schlecht,dass ich es nicht in Worte fassen kann,weil Theo plötzlich nicht mehr da ist,ich bin total geschockt und habe keine Antwort darauf,von heute auf morgen war er nicht mehr da.:-( ich kann mir garnicht erklären was passiert sein kann.
        Ich habe unsere riesiges Seegelände abgesucht und jeden Tag stundenlang gerufen,aber er ist nicht mehr da 😦
        Er war nie länger als 2 Tage verschwunden,aber jetzt sind es schon 2 Wochen.
        Sein Weibchen war noch ein paar Tage da,ist jetzt aber auch verschwunden.
        Ich habe gar keine Lust mehr zu mir an den See zu fahren,mache es aber dennoch täglich,in der Hoffnung,dass er wieder da sein könnte.
        Zur Zeit haben wir Saisonpause,das heisst,ich fahre im Winter jeden Tag für ein paar Stunden zum See um bei Theo zu sein und ihn zu füttern.
        Im Sommer wohnen wir für ein halbes Jahr direkt am See.
        Ich weiss,dass 14 Jahre schon alt sind,aber er war topfit und nichts zu erkennen,das es ihm schlecht geht,außerdem habe ich gelesen,dass Krähen gut 30 Jahre werden können.Mir ist auch klar,dass er von einen Raubvogel angegriffen worden sein kann,da unser Gelände im Naturschutzgebiet liegt und auch solche Vögel keine Seltenheit bei uns sind,aber bisher hat er Eindringlinge immer verjagen können.
        Kannst du mir evtl.sagen,ob Krähen auch mal für längere Zeit ihr Revier verlassen???
        Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

        Viele Grüße
        Susanne

      • stadtkraehen25 schreibt:

        Hallo Susanne….
        Eingangs möchte ich Dich auf meine Seite bei YouTube aufmerksam machen. Hier findest Du fast 100 Filme ( bis zu 20 Minuten lang unter- Falltraumprofi ) die alles zusammenfassen, was ich über Krähen weiß. Zu Deiner Frage: Gewiss ist, daß Krähen sowohl Standortfest als auch monogam leben! Ein Ortswechsel muß schon schwerwiegende Gründe haben. Krähen können leicht vierzig Jahre alt werden, es gibt sogar Einschätzungen, die weit darüber hinausgehen. Es muß also nicht unbedingt altersbedingt sein das Theo seinem Standort fern bleibt. Die Wahrscheinlichkeit eines Angriffes durch einen Habicht wäre nicht abwegig…. tatsächlich ist der Habicht einer der wenigen Vögel, die einer Krähe in unseren Breiten gefährlich werden kann. Ich habe von einzelnen Krähen erlebt, daß sie nach bis zu einem Jahr Abwesenheit wieder erschienen, dieses bei Paaren aber noch nicht feststellen können. So fällt es auch den Artgenossen schwer, ein Paar aus seinem angestammten Revier zu vertreiben, weil auch Sie so vehement wie Er den Standort verteidigt. Ich weiß dieses, da ich unter meinen mehr als Hundert Krähen einige Paare habe! Eine Ursache für das Fernbleiben kann auch der Mensch sein…. gerade wenn eine Krähe wenig scheu vor ihm hat, denn leider sind nicht wenige Menschen Krähenhasser…. meist aus Unwissen, so kennen viele nicht einmal den Unterschied zwischen Rabenkrähe und Saatkrähe. Ein oft gehörter Kommentar: Füttern Sie die Viehcher etwa….die greifen Menschen an. So wird sich über vollgeschissene Autoscheiben aufgeregt, aber der Haufen des eigenen Hundes der nicht selten unter meinen Schuhen auf den Teppich getragen wird, beflissendlich übersehen!…. mein Max, den ich aufgezogen hatte wurde in einer verkehrsberuhigten Zone von einer viel zu schnellen Autofahrerin plattgemacht, die ihre Einstellung zu rücksichtsvollem Fahren mit dem in der Heckscheibe placierten Hinweis – Baby an Bord – öffendlich machte!…. Ich habe drei Tage lang geheult…man mag nicht glauben welch eine enge Beziehung zu diesem außergewöhnlichen Vogel möglich ist. Über Max gibt es auch einige Filme auf meiner Seite… man muß aber bei so vielen Filmen schon ein wenig suchen!Ein Paar, das auch nicht wieder in sein Revier zurückkehrte waren die Queen und der Gourmet, die ich auf dieser -Seite- schon öfter erwähnt habe. Gerade über den Gourmet bin ich sehr traurig, weil er die klügste Krähe war die ich kannte ( kann man auch in meinen Filmen anschauen ). Letztendlich sehe ich die Möglichkeit daß Theo zurückkommt eher mit Skepsis….. aber man soll die Hoffnung nicht aufgeben… Krähen sind zäh!!!
        Gruß aus Hamburg Siggi

  14. Sarah schreibt:

    Hallo, ich weiß, das klingt jetzt ein wenig komisch. Ich bin Modedesign Studentin aus Berlin und benötige dringend für einen Video eine Krähe, die mir einmal durchs Bild fliegt. Kann mir da vllt jemand helfen?

  15. anna schreibt:

    Hallo Siggi,
    vor rund einem Jahr schrieb ich hier schon einmal von „meinen“ Turm- und Spielplatzkrähen.. Letztere haben inzwischen Namen: ( der dicke ) Gustav, weil ich seine brachialen Landungen auf dem Blech des Erkers vorm Fenster unter tausenden unterscheiden könnte und „Madame“ , due zutraulicher ist und ihre Nüsse mit viel bedacht vor dem Abflug sortiert.

    Schon bin ich beim Grund meines Beitrags – ich habe bitte eine Frage.

    Auf einigen Bildern sind Hundekuchen als Futter zu sehen, das würde ich gern auch ausprobieren wollen. Nur: Welche kommen am besten an?

    lg
    Anna

    .. das mit Max tut mir Leid

  16. Susanne schreibt:

    Lieber Siggi,

    danke für deine tröstende Antwort 🙂
    Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben!
    Deine Filme werde ich mir bald anschauen,kann es zur Zeit allerdings noch nicht,
    weil mich das zu sehr an Theo erinnert.
    Das mit Max tut mir unendlich Leid und ich kann dich nur zu gut verstehen,dass du wegen Max so sehr getrauert hast,mir geht es ebenso 😦
    Das können nur Menschen verstehen,die das Glück hatten,mit solch einen Tier eine innige Bindung zu erleben.
    Was mich so sehr besorgt,ist,dass ich mir nicht vorstellen kann,dass Theo freiwillig sein Revier verlassen hat,weil er bei uns wie im Paradies gelebt hat,eine sichere Futterquelle,unsere Familie ,die er über alles liebte,weil er ständig mitten drin war,ein wunderschönes Naturschutzgebiet,besser gehts nicht,er war doch sehr,sehr schlau,warum sollte er das alles aufgeben?Er kam sogar wunderbar mit meinen Hunden zurecht und sie haben ihn auch akzeptiert,wenn auch von beiden Seiten immer etwas Abstand eingehalten wurde 😉
    Ich werde weiter gespannt deine Beiträge verfolgen und hoffe,dass ich irgendwann schreiben kann „Theo ist wieder da!!!“

    Liebe Grüße
    Susanne

    • Petra Roland schreibt:

      Liebe Susanne, ich habe Theos Geschichte gestern abend gelesen, und auch mich hat es sehr traurig gemacht, dass er nicht mehr da ist. Allein die Ungewissheit ist das Schlimmste. Ich habe ab Januar 2015 selbst gemerkt, wie schnell einen die schwarzen Freunde begeistern können, und wie süchtig man nach ihnen wird. Was machst Du jetzt, besuchen Dich mittlerweile andere Krähen, denen Du auch Freundin sein darfst? Bitte schreib mal etwas an roland.preetz@gmx.de, herzliche Grüße von Petra aus Preetz

  17. Charlotte Kiessling schreibt:

    Hey 🙂

    Ich bewundere dich total! Toll das es solche Menschen wie dich gibt! Ich bin auch so einer 😀 Ich gehe in einen kleinen „Wald“ seid ich denken kann, das hat mir mein Vater angeklebt 😉 Dort nisten jedes Jahr die Krähen, und ich liebe es, dort zu sein. Oft fallen dort die Babys runter, nicht selten sterben sie :/
    Es bricht mir immer wieder aufs neue das Herz, wenn ich das miterleben muss… Doch ich kann einfach nicht aufhören, zu ihnen zu gehen.
    Leider habe ich es noch nicht geschafft, Krähen die ich gefunden habe, und die meine Hilfe brauchten, großzuziehen, da sie leider nach kurzer Zeit gestorben sind…
    Ich glaube (da die Bäume sehr, sehr hoch sind) das die Kleinen Innere Verletzungen erlitten haben…
    Doch ich werde nicht aufgeben. Einmal habe ich eine Verletzte erwachsene Dohle gefunden, die ich mit meinem Vater aufgepäppelt habe, danach haben wir sie freigelassen, weit weg von unserem zuhause, dry wo sie es gut hat. Dann, ein paar Tage später, saß sie auf dem Zaun in unserem Garten und guckte zu meinem Zimmer hinauf. Danach habe ich Fritzi nie wieder gesehen.

    Ich habe großen Respekt vor dir 🙂 !
    ich glaube, nein ich weiß (!) das ich auch, wie du sagst, eine halbe Krähe bin.

    Liebe Grüße
    Charlotte

  18. TKCW schreibt:

    Dieser Beitrag ist außerordentlich schön, danke dafür! Besonders Ihr letzter Satz fasziniert mich und wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben…!

  19. Petra Roland schreibt:

    Hallo, Ihr Lieben, habe auch gerade eine Antwort von Siggi bekommen, den ich wegen meiner Krähenfreundschaft um Rat gebeten hatte. Hat etwas gedauert. Mittlerweile hat sich der tägliche Kontakt zu meinen „Raben“ intensiviert, sie warten auf meinen Besuch und besuchen mich manchmal auch zu Hause. Unglaublich! Ich habe meine Geschichte gerade an Siggi gepostet und hoffe, er stellt sie auf diese Seite. Liebe Grüße von Petra Roland aus Preetz, die völlig süchtig nach ihren Rabenkrähen ist!

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